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Das, was einmal Windows 7 werden wird

Sunday, January 11th, 2009

Auf meinem im Sommer 2008 gekauften Medion Akoya E1210 (alias MSI Wind U100) hatte ich mehrfach relativ schlechte Erfahrungen mit Linux gemacht. Ubuntu weigerte sich, einfach ganz normal zu booten und war dann mit ein paar Überredungskünsten zum Starten zu bewegen. Unterstützung von Ton, Grafik und Wlan zusammen war eher gruselig, im Netz gibt es genug Berichte, dass es in der Tat zusammen geht.

Heute abend habe ich auf diesem Gerät (Atom-Prozessor, 1 GByte RAM) einmal Windows 7 Beta ausprobiert. Bisher bin ich sehr sehr erfreut über die Bedienbarkeit. Mit ein paar wenigen Handgriffen kann man dem Gerät alle visuellen Effekte abgewöhnen, der Startvorgang läuft schnell und ohne Komplikationen. Nervfaktor Nummer eins ist (und das sagt einiges darüber aus, wie wenig Nervfaktoren zu finden sind) die inkonsequente Übersetzung, gefühlt knapp 50% der Texte von Windows sind weiterhin in englischer Sprache. Wenn es 100% englisch wäre, hätte ich damit weniger Probleme, ein Muster ist bisher nicht erkennbar, wann welche Sprache durchbricht.

22 Minuten Installationszeit vom ersten Starten von DVD bis zum ersten Gang ins Internet sind für Microsoft Rekord.

Software, die ohne Probleme läuft:

  • Mozilla Firefox 3.1 Beta 2
  • OpenOffice.org 3.0
  • Videolan / VLC 0.9.8a
  • Google Talk
  • Google Chrome (1.0.154.43)
  • Divx 7

Videos werden flüssig abgespielt, im Akkubetrieb wirkt Windows 7 zurückhaltend. Überhaupt ist Windows verhältnismäßig weniger aufdringlich als sonst.

Auf der Platte des Netbooks ist noch eine etwas kleinere Partition für Ubuntu 9.04 bereitgelegt, mal sehen, ob es ähnlich entspannt wird.

Meine Wunschliste für Hardware 2009

Saturday, December 27th, 2008

Seit dem Sommer 2008 begleitet mich recht häufig ein Medion Akoya E1210 (baugleich zum MSI Wind) und ich bin damit sehr zufrieden. Kleiner sollte es wirklich nicht sein, der Atom-Prozessor ist richtig performant und das Display ist hell. Ubuntu (oder Ubuntu MID) könnte deutlich angenehmer auf dem Gerät laufen, Windows XP ist relativ angenehm und flott. 6 Stunden Laufzeit reichen auch bei längeren Unternehmungen aus. Zusammen mit einer UMTS-Karte und Flatrate ist das einfach wunderbar.

Mit 6 Monaten Erfahrung im Rücken bleiben winzige Wünsche für Verbesserungen:

  1. Atom 330 oder jeder andere dual-code Atom, der für mobile Kleingeräte (will man das noch Netbook nennen oder jetzt erst recht?). In den meisten Fällen ist ein Atom Diamondville mehr, als man zum vernünftigen Arbeiten mit den üblichen Anwendungen (Openoffice.org, Firefox/Chrome, VLC, Jabber/Skype/Gaim, Cygwin) braucht. Oh, und Fallout 2 oder ähnliches. Einige Programme wie Picasa oder GIMP würden sich dennoch über mehr Leistung freuen; man kann darüber streiten, ob man wirklich Bilder auf 1024*600 anschauen oder bearbeiten will. In den allermeisten Fällen wird sich der zweite Kern genauso langweilen wie der erste Kern im Moment.
  2. Eingebautes UMTS-Modem mit einer anständigen Antenne. Die Huawei-USB-Mobems sind prima, wenn sie erstmal laufen. Linux mag es nicht, wenn sie erst später eingesteckt wird. In der Konsequenz baumelt eine relativ nervige Karte neben dem Netbook. Einfache Lösung: UMTS-Modem in das Gerät einbauen.
  3. NVIDIA Ion Platform (einige wenige Details). Würde ich gerne mal in einem Gerät eingebaut sehen. Mal sehen, wie Intel das verhinden will.
  4. More of everything (except size and weight). Display-Auflösung, HDD bzw. SSD, RAM, Laufzeit können gerne beliebig höher sein. Gerade die Begrenzung auf y=600 in 1024*600 sorgt für Frust, wenn Software intolerant gegenüber solchen Auflösungen ist. VLC hat einige Dialoge, die erst ab y=800 benutzbar sind, gleiches gilt für einige Webseiten.
  5. Ein Lüfter, der nicht zu Klappern anfängt oder lieber etwas, völlig ohne bewegliche Teile.

Ob das dann noch ein “Netbook” wäre oder einfach ein kleines Notebook oder irgendwas Drittes, ist mir egal. 400€ wären großartig, 500€ wären angemessen, 600€ würde langsam das Produkt uninteressant machen.