Posts Tagged ‘Microsoft’

Microsoft versucht neuen Rekord im Kundenverprellen

Thursday, January 22nd, 2009

Bei PC Pro gibt es ein witziges Interview mit Hugh Griffith, Microsoft-Manager, über die Wiedereinführung von DRM bei Musikverkäufen für mobile Endgeräte. Ich gehe mal davon aus, dass Griffith den offiziellen Auftrag bekommen hat, den Karren mit dem größtmöglichen Knall gegen die Wand zu fahren. Sie versuchen erst gar nicht mehr, DRM als “der Kunde profitiert davon”-Bonus zu verkaufen oder die übelsten Auswirkungen von DRM zu verschleiern.

Question: If I buy these songs on your service – and they’re locked to my phone – what happens when I upgrade my phone in six months’ time?
Anwer: Well, I think you know the answer to that.

Microsoft wird leet

Monday, January 12th, 2009

Vielleicht will Microsoft einfach nur cool wirken. Oder vielleicht wollten andere, die sich im Microsoft-Entwicklungssystem herumgetrieben haben, cool wirken. Oder vielleicht ist das einfach nur Microsofts weg, noch nicht übersetzte Texte zu markieren. Auf jeden Fall wirkt es irritierend, auf einmal mit l33t-Dialogen konfrontiert zu werden:

Screenshot von Microsoft Windows 7: leet.

Screenshot von Microsoft Windows 7: leet.

Es kommt noch besser:

H4LL0 M1CR050FT, D45 K4NN 1CH 4UCH.

H4LL0 M1CR050FT, D45 K4NN 1CH 4UCH.

Bonuspunkte bei der Coolness gibt es für überzeugende Erklärungen, was da schiefgegangen ist.

Warum produziert Microsoft eigentlich einen Browser?

Monday, January 12th, 2009

Teil der Qualen eines frisch installierten Betriebssystems sind die 5 Minuten ohne Alternative zum Microsoft Internet Explorer, dem derzeit noch meistbenutzten (oder zumindest meistinstallierten) Programm zum Anzeigen von Webseiten.  Der MSIE ist als Überlebender aus den “Ersten Browserkriegen” 1995-2000 hervorgegangen, er hatte nie ein eigenes Geschäftsmodell, nach dem Sieg über Netscape wurde die Entwicklermannschaft des MSIE auf fast Null heruntergefahren. Erst als aus den Trümmern des Netscape Navigator über Mozilla dann der Mozilla Firefox entstand, kam man bei Microsoft wieder in die Gänge. 

Der gegenwärtige Versuch, mit der Innovation von KHTML/Webkit/Chrome und Gecko/Firefox mitzuhalten, nennt sich derzeit Microsoft Internet Explorer 8.0 beta (sowieso) 8.0.7000.0. Er klickt, nervt, ruckelt und rendert gruselig. Hier ein Beispiel vom aktuellen Rendertest Acid3:

 

Der Versuch des MSIE, etwas mit Standards anzufangen

Der Versuch des MSIE, etwas mit Standards anzufangen

Mit ganz viel gutem Willen kann man glauben, dass es entfernt mit der Referenz zu tun hat. Auch beim Ausführen von Javascript wird es nicht besser, aber das haben andere ausführlicher und kenntnisreicher schon kritisiert.

Für mich bleibt die Frage: Warum produziert Microsoft überhaupt noch einen Browser? Es würde doch reichen, auf Gecko-oder Webkit-Basis einen auf Microsoft gebrandeten Browser mitzuliefern, der dann all die tollen Technologien integriert, mit denen Microsoft derzeit das Web bereichern will, beispielsweise Silverlight. Um solche Dinge durchzusetzen, muss Microsoft eh andere Browser unterstützen, es entsteht also keine zusätzliche Arbeit. 

Kennt jemand Gründe, warum Microsoft derzeit einen eigenen Browser mit eigenen Innereien fürs Rendern braucht und welche dieser Gründe unvereinbar wären mit einem stark angepassten Browser auf der Basis von Gecko oder Webkit?

Das, was einmal Windows 7 werden wird

Sunday, January 11th, 2009

Auf meinem im Sommer 2008 gekauften Medion Akoya E1210 (alias MSI Wind U100) hatte ich mehrfach relativ schlechte Erfahrungen mit Linux gemacht. Ubuntu weigerte sich, einfach ganz normal zu booten und war dann mit ein paar Überredungskünsten zum Starten zu bewegen. Unterstützung von Ton, Grafik und Wlan zusammen war eher gruselig, im Netz gibt es genug Berichte, dass es in der Tat zusammen geht.

Heute abend habe ich auf diesem Gerät (Atom-Prozessor, 1 GByte RAM) einmal Windows 7 Beta ausprobiert. Bisher bin ich sehr sehr erfreut über die Bedienbarkeit. Mit ein paar wenigen Handgriffen kann man dem Gerät alle visuellen Effekte abgewöhnen, der Startvorgang läuft schnell und ohne Komplikationen. Nervfaktor Nummer eins ist (und das sagt einiges darüber aus, wie wenig Nervfaktoren zu finden sind) die inkonsequente Übersetzung, gefühlt knapp 50% der Texte von Windows sind weiterhin in englischer Sprache. Wenn es 100% englisch wäre, hätte ich damit weniger Probleme, ein Muster ist bisher nicht erkennbar, wann welche Sprache durchbricht.

22 Minuten Installationszeit vom ersten Starten von DVD bis zum ersten Gang ins Internet sind für Microsoft Rekord.

Software, die ohne Probleme läuft:

  • Mozilla Firefox 3.1 Beta 2
  • OpenOffice.org 3.0
  • Videolan / VLC 0.9.8a
  • Google Talk
  • Google Chrome (1.0.154.43)
  • Divx 7

Videos werden flüssig abgespielt, im Akkubetrieb wirkt Windows 7 zurückhaltend. Überhaupt ist Windows verhältnismäßig weniger aufdringlich als sonst.

Auf der Platte des Netbooks ist noch eine etwas kleinere Partition für Ubuntu 9.04 bereitgelegt, mal sehen, ob es ähnlich entspannt wird.