Ha’aretz meldet, dass sich Syrien bei der UN beschwert habe. Man könnte jetzt vermuten, dass man sich als gute arabische Diktatur beschweren muss, dass die einzige Demokratie der Region in einem dicht besiedelten Gebiet versucht, den Abschuss von Raketen auf das eigene Staatsgebiet zu verhinden. Oder konkreter, dass man sich beschwert, dass bei diesem Versuch nicht nur jene zu Schaden kommen, die die Raketen bauen und einsetzen.
Nein, es geht um Wein. Israels Diplomaten haben wohl als Gastgeschenk Wein mitgebracht, der aus den Golanhöhen stammt.
Man stelle sich für einen Moment vor, dass Deutschland von Tschechien verklagt wird, weil ein teutonischer Diplomat seinem Kollegen aus Dänemark Karlsbader Oblaten mitbringt. Klingt absurd? Ist es auch. Und war es übrigens auch jedes Mal, wenn die Bundesrepublik Deutschland Protest eingelegt hat, wenn irgendwo vor dem Grundlagenvertrag auf der Welt die Fahne der DDR gehisst wurde, etwa bei einer Sportveranstaltung. Die Blawgosphäre kann ja meinetwegen mit Verweis auf Völkergewohnheitsrecht versuchen zu erklären, dass Syrien gegen dieses Weinverschenken tatsächlich Protest einlegen muss, will man nicht den Anspruch auf die Golanhöhen verspielen.
Cheers.
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